Enkaustik – Eine uralte Kunstform

Die Enkaustik ist eine Kunsttechnik, bei der heisses, teilweise eingefärbtes Bienenwachs als Malmedium verwendet wird. Dazu wird dem heissen Bienenwachs Pigmente beigegeben, damit dieses eingefärbt werden kann.

 

 

 

 

Geschichte der Enkaustik

 

Da Wachsmalerei gibt es schon viele Jahrhunderte, ihren Ursprung hat das Wort Enkaustik aus dem Griechischen vom Wort «Enkauston», was soviel wie «eingebrannt» bedeutet.

Früher wurden die Farben mit einem Spachtel oder Pinsel aufgebracht und erst danach wurde mit einer brennenden Fackel das Wachs erhitzt und so eine einheitliche Fläche erzielt.

Mit der Möglichkeit von Strom setzte sich nach und nach das Bügeleisen oder die Wärmelampe durch. So hat der Künstler deutlich mehr Zeit, um mit dem Wachs zu arbeiten. Zudem gibt es viele Künstler, welche die Enkaustik mit anderen Materialien kombinieren und so faszinierende Effekte erzeugen.

Ihren Ursprung hat die Enkaustik in der Antike. Angeblich wurde bereits ca. 400 vor Christus mit dieser Technik gearbeitet, zuerst jedoch noch handwerklich, um Schiffe seefest zu machen.

Später wurde in der ägyptischen, aber auch römischen und natürlich der griechischen Kunst die Encaustic immer häufiger eingesetzt.

In der Ikonenmalerei, um das 6. Jahrhundert, wurde ebenfalls Enkaustikmalereien angefertigt, vor allem in Klöstern. Diese wurde auf Holztafeln aufgetragen. Im Mittelalter wurde diese Technik immer weniger verwendet und wurde durch Tempera-Farben ersetzt.

In der Neuzeit erlangte die Enkaustik wieder Auftrieb durch bekannte Künstler wie Van Gogh, welche der Ölfarbe Wachs zusetzten und so spannende neue Effekte erzeugen konnten. So war es möglich, dass Farbflächen klar voneinander getrennt werden konnten.

 

enkaustik

 

 

 

Vor- und Nachteile der Enkaustik

 

Es ist erstaunlich, was erfahrene Künstler alles mit der Enkaustik Technik anstellen können. So können Mixed Media Kunstwerke genauso erstellt werden wie Collagen oder Junk Art.

Ebenfalls auf der Haben-Seite kann die Enkaustik verbuchen, dass es in dem Sinne kaum Trocknungszeiten, sondern nur sehr kurze Abkühlzeiten gibt. Zudem wird Bienenwachs nicht schlecht wie andere Malmedien wie Acrylfarbe oder andere Farbmedien. Es vergilbt kaum, die Bilder sind sehr dauerhaft und müssen nicht extra versiegelt werden. Zudem ist kaum Chemie erforderlich, ganz im Gegenteil zu vielen Malmedien, die nicht abbaubar sind und teilweise auch ins Abwasser gelangen können.

Der wohl wichtigste Nachteil ist das Handling, da der Wachs eine gewisse Temperatur halten muss, um entsprechend verarbeitet werden zu können.

 

 

Fazit

 

Die Wachsmalerei ist also keineswegs tot, sondern erlebt immer wieder ein Revival und inspiriert auch heute noch viele Künstler. Mit der Enkaustik lassen sich einmalige Kunstwerke erschaffen, die mit keinem anderen Malmedium erschafft werden können.